Abbundmaße und Winkel
Nachweise
Hinweise
- Die Einschnitttiefe () ist der größte Wert, den der Holzbau zulässt (DIN EN 1995-1-1 mit NA): ein Viertel der Balkenstärke bis 50° Winkel, ein Sechstel ab 60°, dazwischen gleitend.
- Die Stirn des Einschnitts halbiert den stumpfen Winkel zwischen Strebe und Balken (). So drückt die Strebe in beiden Hölzern gleich schräg zur Faser ().
- Zum Balkenende hin mindestens 200 mm Holz stehen lassen, damit das Holz vor dem Einschnitt nicht abschert.
- Die Verbindung hält nur auf Druck.
Grundlagen und Annahmen
- EN 1995-1-1 selbst enthält keine Regeln für Versätze. Grundlage ist der deutsche Nationale Anhang DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08, NCI NA.12.1, der die Regeln der DIN 1052 übernimmt.
- Stirn in der Winkelhalbierenden des stumpfen Winkels β = 180° − α. Dadurch beträgt der Kraft-Faser-Winkel in Strebe und Anschlussstab je α/2.
- Einschnitttiefe nach (NA.160): tv ≤ h/4 für α ≤ 50°, ≤ h/6 für α ≥ 60°, dazwischen linear. h ist die Höhe des eingeschnittenen Stabs.
- Druckfestigkeit unter dem Winkel nach (NA.163) mit fv,d ohne kcr. Schub im Vorholz mit bef = kcr · b (6.13a), kcr nach NA zu 6.1.7(2), und lv,ef ≤ 8 · tv (NA.4).
- Mindestvorholzlänge 200 mm als konstruktive Regel aus der DIN 1052. Bei durchlaufendem Anschlussstab wird lv,ef = 8 · tv angesetzt.
- Der Versatz braucht eine Lagesicherung (z. B. Bauschraube, Bolzen, Flachstahl). Sie ist nicht nachgewiesen.
- Nicht enthalten: Nachweis des geschwächten Anschlussstabs, Knicken der Strebe, Fersen- und doppelter Versatz, beidseitige Versätze. Die Ergebnisse ersetzen keine Prüfung durch den Tragwerksplaner.